PM: Leiharbeit und Werkverträge werden reguliert
MdB Ulrich Freese: „Wichtiger Schritt, um Lohndumping in Betrieben zu verhindern“
Berlin. Der Deutsche Bundestag hat heute den Gesetzentwurf zur Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen beschlossen. Das Gesetz wird am 1. April 2017 in Kraft treten. „Damit haben wir einen wichtigen Schritt getan, um Lohndumping in Betrieben Einhalt zu gebieten und klare Strukturen geschaffen“, sagt der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese. Bis zuletzt habe man hart um die Details mit der CDU/CSU gerungen, so Freese. Mit dem Gesetz habe man nun nicht nur Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, sondern vor allem die Grundlage zur Abschaffung einer Drei-Klassen-Gesellschaft bei Beschäftigten geschaffen.
Die wichtigste Neuerung liegt bei der Einführung von Equal Pay nach neun Monaten“, erläutert der Sozialdemokrat Freese. Durch eine Tariföffnung erreicht das Gesetz auch Leiharbeitnehmer ab der sechsten Einsatzwoche. Ein weiterer wichtiger Baustein des Gesetzes sei die Einführung einer Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten. Nach dieser Zeit müssen Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer vom Entleihbetrieb übernommen werden. Eine längere Entleihdauer sei nur möglich, wenn sich die Tarifpartner in der Einsatzbranche per Tarifvertrag auf eine längere Überlassung einigen würden, fügt Freese hinzu. Außerdem könnten Leiharbeiter künftig nicht mehr als Streikbrecher eingesetzt werden. Auf Druck der SPD, so Ulrich Freese weiter, konnte erreicht werden, dass Verträge zwischen Unternehmen nicht mehr risikolos als Werkverträge bezeichnet werden, wenn es sich dabei um Leiharbeitsverträge handele. Auch die Informationsrechte von Betriebsräten wurden gestärkt und erstmals überfällige Sanktionen für Rechtsmissbrauch eingeführt.
„Leider waren weitere aus unserer Sicht wünschenswerte Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit der CDU/CSU nicht umsetzbar. Die SPD wird sich aber weiterhin für gute Arbeit einsetzen“, sagt Freese. So seien vor allem mehr Tarifbindung und Mitbestimmung erstrebenswert. Und auch Antworten auf Fragen zu Arbeitsschutz, Arbeitsplatzsicherheit und soziale Absicherung stünden auf der Agenda der SPD. „Bei der weiter voranschreitenden digitalen Entwicklung der Arbeitswelt, ist mit mehr Werk- und Dienstvertragsarbeiten in Verwaltungen und Betrieben zu rechnen“, so Ulrich Freese. „Dennoch, das Gesetz zur Regulierung des Fremdpersonaleinsatzes ist eine wesentliche Verbesserung für viele Personen, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten.“



SPD-Abgeordneter Ulrich Freese: „Gesund und flexibel in den Ruhestand“
Die SPD-Bundestagsfraktion veranstaltet seit gestern, und nun schon zum vierten Mal, das diesjährige „Planspiel Zukunftsdialog“. Dabei lernen 100 Jugendliche an drei Tagen die Arbeit der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hautnah kennen. Die Jugendlichen schlüpfen in die Rolle der Abgeordneten und erarbeiten spielerisch eigene Anträge zu wichtigen politischen Themen. Für eine realistische Abbildung der Arbeit der Abgeordneten wurde auch in diesem Jahr erneut eine eigene Planspiel-Redaktion mit Nachwuchsjournalisten ins Leben gerufen. Diese wird – wie im „echten Politikalltag“ den „jungen Abgeordneten“ wie die echte Hauptstadtpresse auf den Zahn fühlen. Die jungen Journalistinnen und Journalisten schreiben Artikel für die Planspiel-Zeitung, veranstalten Redaktionssitzungen, sie führen Interviews und machen sich auf die Suche nach spannenden Geschichten.




rbb-Redakteur Sebastian Schiller schreibt in seinem Beitrag zur gestrigen „Antenne Stammtisch“-Diskussionsrunde unter anderem:
Die ehemalige Vattenfall-Braunkohlesparte in der Lausitz ist Geschichte. Die Zukunft der Energiewirtschaft unserer Region liegt jetzt in den Händen der LEAG, der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG. Neben neuem Namen und Logo wurde heute Nachmittag auch der neue Vorstandsvorsitzende der Lausitzer Braunkohlesparte des neuen Eigentümers EPH/PPF vorgestellt. Mit Dr. Helmar Rendez übernimmt ein „erfahrener Vattenfaller“ das Ruder. Bisher zeigte er als Finanz-Vorstand der Vattenfall Europe Mining AG verantwortlich.
In seiner Rede vor den geladenen Medienvertretern sagte Rendez am Nachmittag, dass wir auch weiterhin hier in der Lausitz „in Jahrzehnten denken“ müssen. Eine gute Botschaft also für die vielen Beschäftigten und Zulieferer hier in der Region, und eine klare Absage an die bisher von Kohlegegnern gestreuten Angstparolen.


Der Spremberger Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD), Mitglied des Haushaltsausschusses, freut sich besonders, dass auch Mehrgenerationseinrichtungen wie das MGH Bergschlösschen und die Mehrgenerations-Kita „Grünschabel“ neu in das dritte Aktionsprogramm aufgenommen werden und an der zusätzlichen Bundesförderung teilhaben werden.

Es sind die Sorgen und Nöte, die sich aus der Bergbau- und Energieentwicklung ergeben, ausgetauscht worden. Es ist klar formuliert worden, dass es keinen Sinn macht ein Kohleausstiegsdatum zu nennen.