Presseartikel

PM: 5 Millionen Euro Bundesmittel für “Branitzer Baumuniversität”

Lausitzer Haushaltspolitiker Ulrich Freese (SPD) über den Einsatz der Fördermittel

(Berlin/Cottbus) Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute in Berlin neue Förderprojekte beschlossen. Eines davon ist die “Branitzer Baumuniversität” der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Das jetzt im Rahmen des “Programm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel” mit 5 Millionen Euro vom Bund geförderte, und von Stiftungsvorstand Dr. Stefan Körner vorangetriebene Modellprojekt, kommt somit seinem Ziel näher ein “Zentrum für die Vermehrung wertvoller historischer Gehölze” zu werden. Das teilte der Lausitzer SPD-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitker Ulrich Freese nach der Entscheidung im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestages mit.

Archiv-Fotos Juli 2020: Dr. Stefan Körner informiert Ulrich Freese, MdB über die Branitzer Baumuniversität nach Vorbild des Fürsten Pückler

Bereits im Juli dieses Jahres besuchte Ulrich Freese Park und Schloss Branitz und ließ sich von Stefan Körner die für eine Pücklerstiftung einzigartige Forschungsarbeit der seit 2011 wieder – auf den Grundlagen von Fürst Pückler und seinem historischen Umgang mit besonderen Bäumen – fortgeführten Baumuniversität Branitz erläutern. Danach war für den heimischen Sozialdemokraten Freese sofort klar, die Bemühungen um Fördermittel für dieses Projekt zu unterstützen. Er stand mit Dr. Körner in engem Austausch, da ihm der Fortbestand des Branitzer Parks als einer der kulturellen Leuchttürme in unserer Region sehr am Herzen liegt.

“Dieses Projekt, welches wir jetzt durch Bundesfördermittel aus dem Programm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel in Höhe von 5 Millionen Euro in seiner Forschung und aktiven Zucht von Bäumen – die wichtig für die C02 Reduktion sind – unterstützen werden, ist gerade in Zeiten des Klimawandels ein geradezu elementares Förderprojekt mit einer tollen Idee”, freut sich Haushaltsausschussmitglied Ulrich Freese. Der Branitzer Park eignet sich durch seine künstlich angelegte Parklandschaft mit verschiedenen Höhenlagen sowie feuchten und trockenen Regionen ideal für eine solche Forschung. 

“Das Thema „Klimaresistente Wälder“ treibe ich seit rund drei Jahren mit dem zuständigen Ministerium in den Haushaltsberatungen thematisch voran und bin froh, dass daraus vielfältige Programme aufgelegt wurden und Projekte zur Wahrung historischer Kulturlandschaften und Waldbestände in ganz Europa – und jetzt auch in meinem Wahlkreis – gefördert werden können.”, so Freese weiter.

Stiftungsvorstand Dr. Körner darf sich nun über diesen großen Anteil von Fördermitteln an der Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von über 8 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre für das Projekt “Die Branitzer Baumuniversität – zukunftsorientierte Gehölzvermehrung zur Bewahrung historischer Gärten und Kulturlandschaften in Cottbus” freuen. Laut Dr. Körner handelt es sich um ein wirkliches Leuchtturmprojekt mit idealen Voraussetzungen, da Branitz bereits eine (ausbaufähige) Baumuniversität hat: “Auf Grundlage der über 150-jährigen Tradition der Branitzer Baumschule, der von Fürst Pückler seit 1853 sog. Baum-Universität, wurden durch deren Neueinrichtung am historischen Ort Grundlagen gelegt, um in Branitz ein Forschungs-, Erhaltungs- und Vermehrungszentrum für Parkpflanzen zu begründen, das nun beispielgebend in eine neue Epoche geführt werden soll.”, so Dr. Körner zu den Plänen der Stiftung für das Projekt. “Das Modellprojekt soll ein „Zentrum für die Vermehrung wertvoller historischer Gehölze“ schaffen, das neben der Dokumentation und Vermehrung heimischer und gartenhistorisch bedeutsamer Parkgehölze innovative Wege erproben soll, um mit klimaresilienten Arten auf die bereits dramatisch veränderten Witterungsbedingen und gestiegenen Schädlingsbefälle zu reagieren.”. – Die Stiftung arbeitet hierfür intensiv mit dem Helmholtz GeoForschungsZentrum Potsdam und dem Initiativbündnis Historische Gärten im Klimawandel zusammen.

Mit der Arbeit werden historisch belegte und an den Standort und die neuen Bedingungen genetisch angepasste Baumarten herangezogen. Die somit entstehenden genetischen Nachkommen der historisch bedeutenden Gehölze können dann sofort beim Absterben eines Baumes am Originalstandort nachgepflanzt werden und somit die einzigartigen Bilder der Parklandschaft erhalten werden. Im Zusammenhang mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen ist hier viel Forschung und praktische Arbeit notwendig. Die Stiftung Park und Schloss Branitz hat mit der heutigen Förderzusage durch den Bund nun alle Möglichkeiten dazu.

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